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Schwellungsempfinden, klinische Schwellungszeichen und manifestes Lymphödem

Zeitschrift: Phlebologie
ISSN: 0939-978X
Ausgabe: 2012 (Vol. 41): Heft 1 2012 (1–56)
Seiten: 5-11

Schwellungsempfinden, klinische Schwellungszeichen und manifestes Lymphödem

Schwierigkeiten bei der Quantifizierung von Beinschwellungen

A. L. Pratsch (1), S. Schneider (2), L. Kretschmer (1)

(1) Abteilung für Dermatologie und Venerologie, Georg-August-Universität Göttingen; (2) Abteilung Medizinische Statistik, Georg-August-Universität Göttingen

Stichworte

Lymphödem, Beinschwellung, Volumetrie, Sentinel, inguinale Lymphknotenexzision

Zusammenfassung

Hintergrund: Die Begriffe „Schwellungsempfinden“, „klinisch diagnostizierte Schwellung“ und „Lymphödem“ sind bislang nur unzureichend charakterisiert. Methoden: In dieser prospektiven Studie betrachteten wir die Häufigkeit von Beinschwellungen bei 164 Probanden (31 Kontrollpersonen, 25 Patienten mit chronisch venöser Insuffizienz, 74 mit inguinaler Sentinel-Lymphonodektomie, 34 mit kompletter inguinaler Lymphknotendissektion). Die Beinvolumina wurden mit dem „Image 3D“-Verfahren bestimmt. Ergebnisse: Unerwartet hohe Schwellungsraten wurden mit einem Patientenfragebogen ermittelt, deutlich niedrigere durch die klinische Untersuchung. Bei den operierten Patienten erbrachte die Anwendung eines Grenzwertes von 6,5% Volumenzunahme im Vergleich zum nicht-operierten Bein eine noch niedrigere „Lymphödemrate“. Bei „Schwellungsempfinden“ ohne „klinische Schwellungszeichen“ war volumetrisch immer noch eine Flüssigkeitseinlagerung im betroffenen Bein nachweisbar. Schlussfolgerung: Schwellungsempfinden, klinisch diagnostizierbare Schwellungen und Lymphödem entsprechen unterschiedlichen Ausprägungen einer Flüssigkeitseinlagerung im Bein.

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