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Verbesserung der Kompressionstherapie im retromalleolären Raum durch Pelotten

Zeitschrift: Phlebologie
ISSN: 0939-978X
Ausgabe: 2008 (Vol. 37): Heft 1 2008 (1-52)
Seiten: 7-9

Verbesserung der Kompressionstherapie im retromalleolären Raum durch Pelotten

C. Huber, I. Botonakis, J. Hafner
Dermatologische Klinik (Direktor: Prof.Dr.med. Lars E. French), Universitätsspital Zürich, Schweiz

Stichworte

Kompressionstherapie, chronisch venöse Insuffizienz, retromalleoläre Pelotte

Zusammenfassung

Der retromalleoläre Raum ist von der chronischen venösen Insuffizienz oft besonders stark betroffen. Aufgrund seiner konkaven Form wird er von der Kompressionstherapie weitgehend ausgespart. Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, den Andruck von Kompressionsverbänden im retromalleolären Raum mit und ohne Pelotte zu untersuchen. Methode: Bei zehn gesunden Probanden wurde am rechten Unterschenkel ein Kompressionsverband mit 40 mmHg Ruheandruck angelegt. Zur Messung des Andrucks wurde der Oxford- Pressure-Monitor MK II verwendet. Der Ruheandruck wurde an zwei Messpunkten, nämlich medial und lateral supramalleolär, kontrolliert. Gleichzeitig wurde der Ruhedruck medial und lateral retromalleolär mit und ohne Schaumgummipelotte gemessen. Ergebnisse: Ohne Pelotte wurden retromalleolär medial bzw. lateral Druckwerte von 7 ± 1 bzw. 10 ± 4 mmHg, mit Pelotte solche von 55 ± 9 bzw. 68 ± 20 mmHg gemessen (p = 0,0002; p = 0,00001). Schlussfolgerung: Der retromalleoläre Raum wird von der Kompressionstherapie weitgehend ausgespart. Erst durch die Auspolsterung mit Pelotten entsteht ein effektiver Andruck. Die Verwendung von Pelotten kann sowohl präventiv als auch therapeutisch zur Behandlung der chronischen venösen Insuffizienz im retromalleolären Raum eingesetzt werden.

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